Sonntag, 10. Mai 2015

#12 Ahornsirup, Rooftop Partys und viele Stufen



Hallo ihr Lieben!

Das war aber mal eine riesige Pause zwischen dem Post und dem letzten! Ich lebe noch und bin immer noch glücklich! Die letzten Wochen sind im Fluge vergangen, ich weis ehrlich gesagt nicht mal warum ich nicht zum schreiben gekommen bin:)
Was habe ich den so gemacht?
Ich war in Vancuver!!! Es war sooo schön! Gemeinsam mit 2 anderen Au Pairs sind wir über die Grenze bis nach Vancuver gefahren. Aber erst mal beginnend, Tipp an alle Au Pairs die auch aus den USA reisen wollen: Vergesst nicht euer DS Visa Formular an den Hauptsitz zu schicken! Andererseits kann es vielleicht zu Problemen bei der Einreise kommen. So wie ich das verstanden habe, kann man nach Kanada auch ohne ein gesendetem Formular gehen, aber wichtig wäre es trotz allem. Ich habe es 10 Tage vorher an den Hauptsitz gesendet und es wäre nicht pünktlich angekommen, hätte ich nicht angerufen und 15 Dollar überwiesen damit sie es mir per Eilpost zukommen lassen. Ich hatte schlichtweg die Amerikanische Post unterschätzt:)

Der Wochenendausflug war aber so schön und hat sich sehr gelohnt. 

Wir haben alle gesagt das wir tolle, aber möglichst preisgünstige Tage haben wollen. Deswegen haben wir einen Plan erstellt was genau wir essen wollten, so das wir unterwegs nichts kaufen mussten. Es war super, wir haben mehr als genug gehabt und am Ende sogar Essen wieder mit nach Hause genommen. Das Motel das wir gebucht hatten war genauso wie man sich so was auf einem Roadtrip vorstellt, klein und gemütlich, genau das richtige für uns. Inklusive war tatsächlich noch ein mehr als ausreichendes Frühstück. Und weil wir super sparsam sein wollten haben wir die doppelte Menge an Essen auf unser Teller geschaufelt, und davon die Hälfte in Servietten gepackt und unterwegs gegessen:) hahahah, mein Papa, der Schwabe ist, wäre stolz auf mich:))))
 
Wir sind sooooo viel gelaufen, am Abend konnte ich einfach nicht mehr stehen. Wir hatten zwar ein Auto, haben uns aber entschieden das wir nicht die Zeit damit verschwenden wollen einen Parkplatz zu finden, sondern damit die Stadt zu sehen. Also sind wir alle Punkte die wir sehen wollen abgelaufen, was sich wirklich gelohnt hat. Vancouver ist wunderschön und so anders als ich es mir vorgestellt hatte. Man fühlt sich direkt in eine europäische Stadt versetzt, was kein Wunder ist wenn man weiß das es früher eine Britische Kolonie war. Die Straßen sind klein und voller Geschichten und die Gebäude sind in Gastown einfach unglaublich charmant. 
 
 










Vancouver von oben zu sehen war auch etwas unglaubliches, wir waren auf dem Lookout im Harbour Centre. Wenn man sich da ein Ticket holt darf man zwei Mal an einem Tag hoch. Wir waren am Tag einmal und sind leider bei Nacht zu spät angekommen um noch Mal hochfahren zu können. Die Aussicht hat sich aber trotz allem gelohnt. Unglaublich, das beste war aber zu sehen das manche Gebäude tatsächlich Pools auf dem Dach haben. Die Vorstellung irgendwann auf einer fancy Rooftop Party eingeladen zu sein war einfach zu schön.
 





 






Nachdem wir unsere Beine aber gerade noch zum Auto schleppen konnten um zum Hotel zu fahren, haben wir erst mal nur die Zeit im Motel genossen. So kaputt waren wir aber dann scheinbar doch nicht, denn weil wir in Kanada so wie in DE offiziell volljährig sind, haben wir uns gesagt das wir das ausnutzen müssen um tanzen zu gehen. 
Und tatsächlich, wir haben ein großartigen Girls Night Out gehabt. Die Granville St bietet einfach alle möglichen Bars und Clubs an, da findet einfach jeder etwas für den eigenen Musikgeschmack. 


Nachdem wir Sonntags ausgechekt hatten, wollten wir unbedingt noch in einen der berühmten Vancouver Parks gehen und haben uns dann für dennLynn Canyon Park entschieden. Der Park ist eine gute Variante zu einem etwas größeren Park in Vancouver der eine unglaublich große Suspension Bridge haben soll, da zahlt man aber ungefähr 30 Dollar Eintritt, und da wir aber sparen wollten, haben wir uns entschieden den Park zu sehen der for free ist, mit einer etwas kleineren Bridge. 
Der Park ist absolut sehenswert und er war trotz Regenwetter voll mit Touristen und Familien mit Kindern. Man kann zwischen verschiedenen kleinen Routen wählen, bei dem man immer Millionen von Treppen laufen muss, was uns an den vorigen Tag mit viel Laufen und 4 Stunden tanzen erinnert hat:)
 
Am Ende des Tages war ich dann wirklich froh Beifahrer in einer 4 Stunden heimfahrt zu sein. 
Alles in alle war der Trip super schön und ich habe verhältnismäßig wenig Geld ausgegeben. Das teuerste war dann tatsächlich das Motel und das Geld wechseln. 
Alles in allem war es einfach schön!
Ich hoffe euch hat der Post gefallen!

Ich wünsche euch einen wunderschönen und gesegneten Tag!

Montag, 30. März 2015

#11 Ich hör mich an wie meine Omi:)

Hallo Ihr Lieben!
 
Manoman geht die Zeit schnell vorbei:) Ich hör mich schon an wie meine Omi wenn sie von den guten alten Zeiten erzählt... Jetzt bin ich schon fast 2 Monate hier, und nach wie vor sehr glücklich! Ich weiß noch als ich angekommen bin...Da habe ich mich mit einem Au Pair unterhalten, sie war bei meiner Ankunft ungefähr ein Monat hier, sie erzählte mir, langsam bekäme sie eine Routine und konnte mir genau sagen wo alles (Lebensmittel Store und so)  war. Ich habe für mich nur gedacht: Oh man, ich hoffe ich kann das auch mal behaupten... Denn alles wirkte mehr als verwirrend:) Jetzt brauche ich mein Navi nur ab und zu und eine Routine habe ich schon seit 3 Wochen:) Ich fühl mich richtig wohl:) Das mit dem Vermissen hat  sich wirklich verbessert, heute habe ich mit meiner Mama das erste Mal nach ungefähr 10 Tagen geskypet, was überhaupt nicht schlimm war, im Gegenteil, es war dafür um so schöner:) Mit meinen Freunden skype ich auch ab und zu, die Zeitverschiebung macht es für uns alle nicht einfacher, auch weil jeder immer sehr viel zu tun hat... Aber auch das nimmt mir nicht an Fröhlichkeit:) 
Ansonsten bin ich gerade viel am motzen:D Das tue ich sonst auch gerne, aber gerade bin ich in so einer Phase wo ich viel an den USA oder an sonst was, auszusetzen habe. Das komische ist, ich gehe mir dabei selber auf den Keks:)) Was mich aber nicht davon aufhält immer wieder zu sagen was mir nicht passt:) Ich hasse das Bargeld hier! Bah! Ich komme damit nicht zurecht... Nicht falsch verstehen, es ist nicht das Besitzen von Geld, das macht mir gaaarrr nichts aus:)) Nein es ist eher die "Machart" des Geldes hier. Vielleicht muss ich mich erst mal daran gewöhnen und vielleicht auch mal versuchen es mir zu merken, aber dafür bin ich zu faul:) Die Dollar Noten sind ja völlig OK, aber die Coins!!! Schon allein der Gedanke daran... Ich weiß nur das die 25 cent ( Warum um Himmels Willen gibt es ein 25 cent Stück?? Erklärt mich für verrückt aber wer braucht so was wenn man das so einfach "erstellen" kann, wie in DE "20+5", fertig!) die größten von allen sind. Den Rest kann ich mir einfach nicht merken, vielleicht will ich auch nicht:D wer weiß:D Wenn ich bezahlen möchte gebe ich immer nur die 25 cent raus, wenn es um den Cent Betrag geht, mir ist das auch zu peinlich zu sagen das ich nicht ganz durchblicke, selbst Schuld:D Das Problem werde ich nicht mehr haben sobald mein Konto fertig ist, das hat bei mir ganz schön lange gedauert. Ich musste meine social security card beantragen um ein Konto aufmachen zu können (haben wir gleich am 1ten Tag gemacht) und das hat bis vorgestern gebraucht bis ich sie tatsächlich bekommen habe,  jetzt muss man mir nur noch die Bankkarte nachschicken... blablabla:) 
Naja wenn ich sie dann habe gehöre ich zu den Coolen die alles (sogar ein Snickers) mit der Karte bezahlen:)
 So, über was lasse ich mich sonst noch so aus? Also bis jetzt war das Wetter überwiegend herrlich, obwohl mich jeder gewarnt hat das es hier viel regnet. Ich liebe ja die Sonne. Das ist dann auch der Grund warum ich dann wieder motze, wenn es dann mal nach 4 Tagen Sonne, 2 Tage regnet, dass ist dann das erste über was ich mich ausgiebig auslasse:)) Furchtbar:) 
Naja, ich rede aber auch über viel anderes, ich motze nicht nur:) 
Was mich sehr beschäftigt hat war in Seattle die große Zahl an Obdachlosen. Ich komme aus Deutschland und wohne da auf dem Land, ich habe sowas bei uns nicht viel gesehen, was wahrscheinlich auch einer der Gründe war, warum es mir so aufgefallen ist... Es ist echt schrecklich zu sehen wie ein Officer ein armen Mann regelrecht vom Bordstein scheucht und meint er solle gefälligst wo anders hin... 
Es gibt aber auch schöne Seiten an Seattle. Die Stadt an sich ist toll, und für mich riesig:) Die Menschen sind immer freundlich und neugierig woher denn die Mädels kommen, die so aufgeregt in einer anderen Sprache reden. Jeder war entweder selber in DE, oder kennt jemanden ( den Cousin des Schwagers der Schwester...) der schon Mal in DE war. Oft mussten wir auch davon erzählen was ein Au Pair genau ist und was unsere Aufgaben sind..., es ist immer wieder lustig zu sehen wie neugierig Menschen sein können:) Wenn wir in Seattle sind machen wir meistens Shoppingtrips oder Ausflüge:) 
Die Shoppingtrips waren in letzter Zeit eher erfolgreich, was gut für mich aber schlecht für mein Geldbeutel ist. Ich habe mir nämlich vorgenommen jede Woche mindestens 50 Dollar auf die Seite zu legen, vor allem für den Reisemonat und die Steuern die ich am Ende vom Jahr bezahlen muss:) 
Die Ausflüge waren richtig schön, wir waren zum Beispiel bei der Washington University die unglaublich schön ist. Der Campus ist voll mit Kirschbäumen die gerade geblüht haben als wir da waren, es war das perfekt Wetter um Fotos zu schießen. Einfach richtig toll, Gott sei Dank waren 2 Mädels mit die sich super aus kannten sodass ich einfach genießen konnte:))

Mit meiner Kleinen habe ich auch ein paar Aktionen gestartet. Es war ein wunderschöner Mittag mit viel Sonnenschein, und wir haben uns spontan entschieden ein Picknick mit heißer Schoki und Donuts zu machen:) Wir beide haben es sehr genossen:) 
Oder letzte Woche hatte sie 3 Tage Schulfrei und wir haben ein Trip in eine nah gelegene Kleinstadt geplant, dort gibt es ein tolles DIY-Art-Geschäft, in dem wir alle möglichen bastel Sachen gekauft haben mit denen wir die nächsten Tagen verbracht haben, zum Beispiel Strumpfhosen und Stofftaschen zu dekorieren:) 
Und wenn ich nicht gerade mit meiner Kleinen unterwegs bin, Hausarbeit mache oder am Wochenende Aktionen Starte, sitze ich im Starbucks. Ich weiß gar nicht wie viel Geld ich da schon liegen gelassen habe...  Starbucks ist fast genauso teuer wie in DE, aber ich liebe es, dabei ist es einfach nur Kaffee.Und weil ich eh keine Ahnung habe was guter oder schlechter Kaffee ist, bezahle ich eigentlich nur so viel Geld, weil später dann ein riesen großer grüner Punkt auf meinem Cup ist der zeigt das ich besonders teuren und angesagten Kaffee trinke:) Aber was solls:) Ich habe mich außerdem entschieden mich im Starbucks Mary zu nennen:) Zum einen weil mir das zu doof ist jedes mal mein Namen buchstabieren zu müssen und zum anderen weil ich eifersüchtig war auf das thailändische Au Pair:) Ihr Name ist nämlich so kompliziert, das sie sich umbenennen durfte:) Ich finde ihren echten Namen faszinierend, aber ausspreche kann ich ihn auch nicht ganz, sie hat schon versucht ihn mir bei zu bringen. Jetzt hat sie sich einen  Namen ausgesucht der auch untypisch ist aber genauso cool. Um euch ein Beispiel zu machen und dabei aber nicht ihren Namen in dem Zusammenhang im Internet zu nennen,  nehme ich jetzt einfach Faith oder Destiny. Auch cool oder, wenn man einfach so seinen Namen ändern kann und einem einfach ALLES zur Verfügung steht:)  Ich könnte mich nennen wie ich will:)  So, und weil mein Name jetzt aber nicht sooo kompliziert ist, und ich ein wenig langweilig bin, sage ich wenn mich die Dame beim Starbucks frägt wie ich heiße um das auf den Becher zu schreiben, ich würde Mary heißen:) Ich fühl mich dann immer ziemlich cool:) 
Apropos Starbucks, hier in Seattle gibt es den ersten Starbucks der Welt. 
Meine Recherchen haben ergeben das im April 1971 das erste Geschäft am Pike Place aufgemacht hat. Heute war ich kurz dort um ein Foto zu schießen und vielleicht dort mein Kaffee zu hohlen, was eine doofe Idee war denn die Schlange zum Kaffee hohlen war super lang und die Fotos sind nichts geworden, den egal wie ich mich hingestellt habe, immer waren andere Touristen mit auf dem Bild:)) 
Hier ein Beweis:)
Oh und ehe ich es vergesse, das letzte über das ich mich noch auslassen wollte:
Situation:
Beispiel 1 (USA)
Familie sitzt am Tisch, tolle Gespräche, leckeres Essen. Aufgegessen, kaum liegt das Besteck auf 16 Uhr auf dem Teller... Aufstehen und weiter arbeiten
Beispiel 2 (USA)
Freunde sitzen im Diner, essen gemütlich unser Burger, interessante Gespräche, kaum liegt das Besteck auf 16 Uhr auf dem Teller... Rechnung wird dir auf den Tische gelegt und erwartet das du in den nächsten 3 Minuten das Lokal verlässt. 
Ich kann das gar nicht ab:)) Jedes Mal muss ich lachen. Ich habe in dem Moment das Gefühl das mein letzter Biss noch im Hals steckt, wenn alle aufstehen und loslegen. Können wir nicht noch 10 Minuten sitzen und das Essen sacken lassen? Das habe ich auch schon oft meinen Gastvater gefragt, er als einziger hat gemerkt das ich, auch wenn alle schon aufgestanden sind, noch mindestens versuche 1-2 Minuten zu sitzen bevor es aussieht als würde ich mich vor dem abräumen drücken:) Er musste lachen, weil ihm das vorher noch nie aufgefallen war das sie das so machen. Seine Antwort war dann: Kommt lasst uns noch ein bisschen sitzen, so wie das die Europäer machen:) Interessant oder, wie so Tischgewohnheiten von Kultur zur Kultur einfach unterschiedlich sind.  Im Familien leben finde ich das auch gar nicht sooo schlimm, ich weiß ja wie viel immer zu tun ist, aber wenn ich weg bin, seis in einem Restaurant oder in einem Diner, da bezahlt ich doch dafür, lass mich doch einfach sitzen so lange ich will!!!!! Wenn das Besteck auf 16 Uhr liegt heißt das nur das ich fertig mit dem Essen bin, vielleicht möchte ich noch was anderes Trinken oder einfach nur das Essen sacken lassen. Wir, also unter den deutschen Au Pairs, haben uns den Spaß erlaubt mal nicht sofort zu bezahlen wenn die einzelnen Rechnungen auf dem Tisch liegen. Die Bedienung ist in den 5 Minuten in denen wir es ausgehalten haben, wirklich 2 Mal vorbei gekommen um zu schauen ob wir alle das Geld hingelegt haben. Beim dritten Mal war sie dann sichtlich stinkig sodass wir dann alle unser Geldbeutel ausgeholt haben um zu bezahlen.

 
So das war jetzt erst mal genug gemotze für einen Post,
ich wünsche euch einen wunderschönen und gesegneten Tag!





Dienstag, 10. März 2015

#10 ankommen•auspacken•genießen

Hallo Ihr Lieben!

Wie ich schon in meinem letzten Post erzählt habe (hier) bin ich angekommen. Schon eine Weile. Mittlerweile bin ich schon 3 Wochen bei meiner Hostfamily, was mir in Wirklichkeit viel länger vorkommt. Ich bin sehr glücklich und dankbar hier zu sein! Die Familie und ich passen wirklich sehr gut zusammen und meine Kleine und ich verstehen uns wirklich sehr gut. Ich kann es nicht fassen das jemand in ihrem Alter tatsächlich schon fließend Ironisch und Sarkastisch spricht:D Letztens habe ich ihr beim Lunch erzählt dass als ich klein war, ich eine unsichtbare Freundin hatte die genauso hieß wie ihre Puppe. Daraufhin meinte sie was meine Freundin und ich so gemacht haben, und ich erzählte ihr, dass sie meistens in meinem Namen mein Zimmer aufgeräumt hat (ich habe tatsächlich selber mein Zimmer aufgeräumt und erzählt meine Freundin war es) , dazu meinte sie dann mit einer der tollsten Miene: Gut du kanns ja mal meine Puppe fragen ob sie dir dein Zimmer aufräumt, ich glaube aber nicht das sie besser darin ins wie du, (Pause) und vor allem würde sich nicht viel tun, um genau zu sein gar nichts:DD Ihr hättet ihr Gesicht sehen sollen, so ernst und gleichzeitig so amüsiert, der Hammer, und das in ihrem Alter!! 
Und genauso sieht mein Alltag aus. Wir lachen meistens zusammen. Morgens stehe ich mit meiner Kleinen auf und bringe sie zum Schulbus, dann habe ich Zeit mein Teil der Hausarbeit zu machen. Gegen Mittag kurz bevor meine Kleine wieder von der Schule kommt bereite ich etwas zum Luch zu, denn meistens wenn sie von der Schule kommt ist sie am verhungern:) Gleich nach dem Essen machen wir dann zusammen die Hausaufgaben, wenn sie dann nicht gerade schwimmen oder sonstige after school activities hat, räumen wir danach zum Beispiel zusammen ihr Zimmer auf auf oder legen ihre Wäsche zusammen. Meine Hosteltern wollen vor allem nämlich dass sie lernt Sachen selbständig zu erledigen. Ab und zu, wenn die Zeit reicht, hat sie auch Playdates, was bedeutet eine Freundin kommt vorbei oder sie ist bei einer Freundin. Wenn das Wetter es erlaubt gehen wir zusammen mit den Hunden laufen, normalerweise müssen wir das nicht machen, da die Hunde sich draußen aufhalten können wann immer sie wollen oder eben müssen (Geschäft und so:)) )  Am spätem Nachmittag kommen dann auch schon meine Hosteltern heim und ich bin dann offiziel off, wir essen aber jeden Abend noch zusammen. Mein Hostdad kocht, meine Kleine und ich decken den Tisch, und ich räum alles danach in die Spülmaschine. Das zu tun ist nicht meine Pflicht, ich finde aber es gehört zu dem Familienleben dazu und ich mache das außerdem sehr gern:) 
 
Richtig arbeiten tue ich aber erst seit vorletzter Woche. Die ersten Tage haben wir damit verbracht Papierkram, wie mein Führerschein, zu beantragen oder mein Zimmer einzurichten. ( übrigens müssen Deutsche ihren Führerschein in Washington nicht nochmal machen)
Ein weiteres wunderbares Willkommensgeschenk war gleich die erste Woche  an die Washington Coast zu fahren. Es war wunderschön! 
Wir hatten eine kleine unglaublich schöne Kabine gemietet und haben dort meine erste Woche verbracht. Gleich am ersten Abend hatten wir den schönsten Sonnenuntergang den ich je gesehen habe!
 Am Strand Zeit zu verbringen ist großartig, die Atmosphäre dort ist eine ganz andere und wenn man einen Spaziergang macht, wird man gleich ganz philosophisch:) Ich liebe den Strand, die Zeit dort war wunderbar und gleichzeitig konnte ich die Familie besser kennen lernen. 
 

 





























  





Über die Wochenenden habe ich viel Zeit mit den Au Pair Mädels hier verbracht! Ich bin ihnen sehr sehr dankbar mich so schnell in ihre Gruppe aufgenommen zu haben!
Jedes mal starten wir die coolste Aktionen die es gibt!
Wir waren zum Beispiel bei der Olympic Game Farm, das ist eine Art Safari, man kann durch den Park fahren und die Tiere laufen größten teils frei rum, was richtig lustig ist wenn die Lamas beispielsweise ihre Köpfe in die Autofenster stecken und dir das Brot aus den Händen klauen:)) 


 






 



























 


Vorletztes Wochenende waren wir eine richtig tolle Gruppe,
wir sind zusammen einkaufen gegangen und haben dann das wahrscheinlich tollste Picknick gemacht! Es war einfach richtig schön!!




Und letztes Wochenende waren wir dann endlich shoppen:)) Seattle ist großartig! Ich habe mich sofort in einen typischen amerikanischen Film versetzt gefühlt, die hohen Gebäude und die verschiedenen Menschen sind mit das faszinierendste. Das Shoppen war mehr oder weniger erfolgreich, was aber super schön war, war das kleine Restaurant in dem wir waren. Ich muss zugeben ich finde es rückblickend überteuert, aber dafür was die Atmosphäre super fancy:) 

Ich genieße die Zeit hier sehr, und langsam aber sicher habe ich auch meine eigene Routine, was für einen Menschen wie mir einfach der Grundbaustein für "zu hause fühlen" ist:)
Mit dem Vermissen ist bis jetzt alles gut gelaufen, (bis auf ein paar mal...) ich bin selbst überrascht wie gut es klappt bis jetzt. Obwohl die anderen Mädels sagen ich soll mich nicht zu früh freuen, ich bleib optimistisch:) 
 
So und jetzt geh ich schlafen, muss morgen wieder früh raus...:)

Wie immer freue ich mich über Kommentare aller Art! 
Einen wunderschönen und gesegneten Tag euch!
 

Freitag, 27. Februar 2015

#9 Wenn ein Traum Realität wird

 
Hallo ihr Lieben!
 
NY - DIE Stadt von der alle reden. 
NY - DIE Stadt der besten Filme. 
NY - DIE Stadt die niemals schläft.

Das beste Willkommensgeschenk der Agentur, war meiner Meinung nach 4 Tage in NY verbringen zu dürfen. Unsere Tainingsschool, in der wir alle wichtigen theoretischen Dinge durchgegangen sind, fand tatsächlich in einer meiner Traumstädte statt:) 
Auch wen das Hotel ziemlich außerhalb der Stadtmitte ist, war es für mich einfach unglaublich dort sein zu können. Trotz allem waren wir ja nicht nur zum Spaß da, im Gegenteil, wir waren dazu verpflichtet den ganzen Tag zu zuhören und all den Imput zu memorisieren. Die Orientation Days sind im Großen und Ganzen sehr hilfreich aber genauso sind sie auch anstrengend. Wir waren genau 101 Mädels (wenn ich das richtig in Erinnerung habe) was scheinbar eine kleine Gruppe war. Alle kamen aus den unterschiedlichsten Ländern der Welt, was total faszinierend war wenn man so viele Nationen sieht und weiß das alle aus dem selben Grund da sind. Aus Südafrika, Mexico, Frankreich, Korea, Italien, Kroatien, Schweden, Indien, Brasilien,.... ( viele viele mehr) und natürlich aus Deutschland. Wie Jody (unsere Leiterin, die ihre Vorträge übrigens super hält) gesagt hat: Man schließt Freundschaften die für einen nur von Vorteil sind, beim Nächsten Südafrika Urlaub kann ich mir das Hotel sparen:D:D:D Nein, das schönste an dem ganzen ist das wir alle im selben Boot sitzen, d.h. jeder kann mit dir mitfühlen und weiß ganz genau wie es dir geht wenn du das Gefühl hast weinen zu müssen. Genauso war es auch bei der Zimmerverteilung, wir waren zu 3t, eine davon ist sogar mit mir nach Seattle geflogen was eine unglaubliche Erleichterung war zu wissen: ich bin nicht alleine:)
Totz all dem Lachen war auch viel Theorie angesagt. Was teilweise, trotz vieler Pausen,  unglaublich strapazierend war, auch wenn sich Jody wirklich viel Mühe gegeben hat uns das so einfach wie möglich zu gestalten. So auch der Rot-Kreuz Kurs, die Gruppe war so aufgeregt wie bei keinem anderem Vortrag und keiner hat mehr richtig zugehört, manche weil sie einen ähnlichen Kurs für den Führerschein gemacht hatten (der übrigens hier nicht angesehen wird) andere weil sie einfach nicht mehr sitzen konnten. 

Das Essen dort war überraschend gut, wie ich finde. Es gab Büfett und jeder konnte sich so viel nehmen wie er wollte.
Da wir Freitags vor dem Valentinstag abgereist sind, hat die Küche des Hotels uns eine tolle Überraschung bereitet und den ganzen Speisesaal wunderschön dekoriert, ich glaube an dem Tag haben sie sich besonders Mühe beim Kochen gegeben:) 

 Das größte Highlight war für mich aber die NY Tour! Auch wenn die Tour mehr Rummgerenne und Rummgefahre als Seesighting war, war sie wirklich cool.
Ich habe meine Tour als Geschenk von meiner Hostfamily bekommen, was mich mega gefreut hat! Wenn ich aber ehrlich bin empfehle ich die Tour nur den Au Pairs, die vielleicht nicht mehr oder nicht in kurzer Zeit, die Möglichkeit haben NY anzuschauen. 
Die Leute die in der Nähe wohnen, und vielleicht eher nochmal nach NY kommen, würde ich empfehlen die 75 Dollar zu sparen und dann mal privat eine Tour zu starten. 


 

 

Das mit Abstand schwierigste an den Tagen fand ich aber den letzten Tag, so kurz vor Abreise. Ich bin innerlich fast durchgedreht, meine Gedanken gingen von "Größter Fehler meines Lebens, ich will heim" zu "nacher denken die noch: Oh die habe ich mir aber dünner vorgestellt" bis hin zu "ich würde gerne die Familie von "der da" haben". Jetzt im Nachhinein kann ich nur sagen das ich nur Bockmist im Kopf hatte (später stellte sich heraus das viele Mädels genau die selben Gedanken hatten:D ) , ich war so aufgeregt das ich keinen klaren Gedanken fassen konnte, und wenn, dann nur dumme. Das einzige was mir geholfen hatte war mir minütlich vor Augen zu führen, dass die Familie mich ausgesucht hatte, für meine Stärken und für mein "ICH-sein", und ich hatte mich für diese Familie entschieden weil sie zu mir passte, die Familie von "der da" kann vielleicht überhaupt nicht zu meiner Person passen. An alle die das selbe durchmachen: Dieses Tief ist ganz normal, das wichtige ist nur da wieder raus zu kommen! Redet mit Freuden daheim (meine Freuden und Familie waren der größte Support den man sich vorstellen kann) oder den Au Pairs die da sind, redet es euch von der Seele und dann erinnert euch daran das ihr mindestens genauso toll seit wie "die da":) 
Die Reise zu der Familie war furchtbar, da ich nach Seattle fliegen musste, waren wir ( 2 weitere Au Pairs und ich) nochmal 6 Stunden unterwegs was sooo krass anstrengend war. 
 Aber erst mal zu dem Koffer abgeben Teil. Am JFK Airport waren wir zu 5t, von da aus würden wir dann zu unseren Familien fliegen. Die größte Überraschung war dann das jeder der innerhalb den USA fliegt, scheinbar 25 Dollar für die Kofferabgabe zahlen müsste. Gott sei Dank hatte fast jeder Bar Geld dabei und konnte die Gebühr bezahlen.
Hier ein Tipp den ich eigentlich für selbstverständlich halte wenn ich aus dem Haus gehe oder gar auf Reisen: NIE ohne Geld!!!! Tatsächlich hatte eine der Mädels keine Dollar bei sich, was ich einfach nicht nachvollziehen kann, weil einfach immer was sein kann wo man einfach schnell Geld braucht, wie auch in dem Fall. Das nächste Problem war dann aber noch das Übergewicht der Koffer, ich hatte ja schon aus DE zu viel Gepäck und hatte mich da aber retten können, jetzt stand ich aber vor diesem Beamten der ganz und gar nicht nach "nett" aussah. Gott sei Dank hat er mir überhaupt keine Probleme gemacht und mich durchgewunken. Ein anderes Mädchen hatte da nicht so viel Glück, die Arme hatte zwar kein Übergepäck, aber scheinbar ein Gepäckstück zu viel. Die Regel war ein großer Koffer ( der zum Aufgeben und 25 Dollar) ein kleinen Trolley (oder Laptop) und eine persönliche Handtasche. Ich hatte mir die Regeln im Hotel nochmal durchgelesen und meinen Laptop in den Trolley gesteckt, das andere Mädchen hatte kein Platz mehr in dem Trolley und hatte somit 3 Gepäckstücke die sie mit an Bord nehmen wollte. Das ging nicht und sie musste 60 Dollar für das Aufgeben eines zweiten Gepäckstückes bezahlen. Ich erzähle euch nur von den "Problemen" um euch Au Pair Bewerbern die Reise vielleicht ein bisschen leichter zu gestalten:)
Also zurück zu dem Flug, die Reise war sehr anstrengend und wir haben nur was zu trinken bekommen, Essen hätten wir uns bestellen und extra bezahlen müssen. Schlafen konnte keiner von uns richtig, da alles super eng war:( Noch dazu hab es Turbulenzen.. Alles in allem bin ich mit soooo einer Laune aus dem Flugzeug ausgestiegen und konnte nur hoffen das die Familie nicht schreiend weg rennen würde:D:D Ich weiß ich mötze gerne:D 
Das coole in den USA ist das die Leute die einen abholen, in dem Fall meine Hostfamily, rein kommen dürfen, also es ist erlaubt bis dahin zu kommen wo die Kofferbänder sind. Also habe ich sie sofort gesehen. Alle 3 standen mit erwartungsvoller Miene da. Alle 3 hielten das riesen große Banner mit  "WELCOME TO YOUR NEW HOME MARIPAZ" in den Händen. Alle drei waren genauso aufgeregt wie ich. Als wir uns alle umarmt haben (ich habe mir tatsächlich darüber Gedanken gemacht wie ich sie begrüßen soll, was unnötig war denn schlussendlich haben wir alle das gemacht was sich richtig angefüllt hat:D )  und die Koffer gefunden hatten ( jeeeiiiiii mein Koffer ist tatsächlich angekommen:D ) saßen wir dann auch schon im Auto auf dem Weg nach Hause. Da wir alle sehr müde waren haben wir nicht lange rummgeredet und uns alle entschieden ins Bett zu gehen und nur noch zu schlafen. 
Hier möchte ich ehrlich sein, ich konnte nicht wirklich ans schlafen denken, auch wenn ich Tod müde war. Es hat mich einfach alles überrollt und ich habe erst mal eine runde geheult. hahaha, alle die mich kennen werden sagen: Natürlich hat sie erst mal geheult:)) Aber um ehrlich zu sein, habe ich das einfach gebraucht, ich habe erst dann realisiert das das Bett in dem ich liege, das Bett sein wird, in dem ich die nächsten 365 Tage schlafen werde. Das Haus wird das Haus sein in dem ich leben werde und mein Handy wird wahrscheinlich das einzige Medium sein um die große Entfernung zwischen mir und meiner Familie und Freunde zu verringern. All das und die Dankbarkeit und Erleichterung da zu sein wo ich bin, war für mich in dem Moment einfach übermannend. Also hab ich erst mal Rotz und Wasser geheult, was das beste Mittel war um einzuschlafen:) 
Auch das ist denke ich normal und man sollte sich das auch eingestehen können. Vermissen und Weinen ist überhaupt nicht schlimm, auch wenn man weint heist es ja nicht zwangsweise man ist unglücklich sondern einfach nur man ist menschlich. 
So und bevor ich noch philosophisch werde, sag ich bey bey den ich muss das Lunch für mich und die Kleine vorbereiten gehen:) 

Wie immer freue ich mich über Kommentare aller Art! 
Einen wunderschönen und gesegneten Tag euch!